Aktivraum | Klangvisionen | Konzertreihe in Köln | Projekte | CDs | Finden | PR-Service

SONNENAUFGANG


für Jazz Trio und Orchester,
2003

Instrumente:

Solo-Trompete in B
Solo-Kontrabass
Solo-Schlagzeug
1 Flöte
1 Oboe
1 Klarinette/Bassklarinette in B
1 Fagott
2 Waldhörner in F
2 Trompete in B (auch Piccolo)
Kesselpauken
Harfe
1e Violinen
2e Violinen
Violas
Violoncelli
Kontrabässe

ca. 25 Minuten

ISMN: M-700233-08-2

SONNENAUFGANG

Markus Stockhausen


SONNENAUFGANG


für Jazztrio und Orchester

Es war ein früher Morgen auf der kanarischen Insel La Palma. Wir waren auf dem höchsten Berg, 2400 Meter über dem Meer, und die nächtliche Sternenpracht verblasste allmählich im aufsteigenden Morgenrot. Dann blitzten die ersten Sonnenstrahlen am Horizont hervor, atemberaubend schön. Für einen Moment fühlten wir uns wie die Herren der Welt, erhaben, eins mit aller Natur.

Unter diesem Eindruck notierte ich mir kurz darauf das erste Thema vom „Sonnenaufgang“. Die Komposition entstand in den folgenden Monaten, genau zwischen Dezember 2002 und August 2003. Sie ist mein drittes Stück für Jazztrio und Orchester, ein Kompositionsauftrag des Musikkollegium Winterthur und seinem Dirigenten Jac van Steen.

„Sonnenaufgang“ – ein Weg beginnt, wie ein Tag, wie ein Leben. Der pulsierende Rhythmus drängt vorwärts, kehrt immer wieder, und auf dem Weg ereignen sich verschiedene Dinge, werden viele Farben sichtbar, Stimmungen durchlebt, manche sind nur von kurzer Dauer. Lebensfreude, Intensität, auch wehmütige Gefühle, dann später das Verlassen des Normalen, der ‚Ausstieg‘, der zu einem ganz freien Part des Trios führt, und schließlich die Wiederkehr des Sonnenthemas, aber anders, subtiler, verklärt, befreit.

Markus Stockhausen, Arild Andersen und Patrice Héral mit der Deutschen Radio Philharmonie unter Christoph Poppen beim Konzert in Saarbrücken. Aus dem Konzertmitschnitt ist im Juni 2009 im Aktivraum die Doppel-CD SYMPHONIC COLOURS erschienen.

Zurück zur Werksübersicht
 
Kritiken:

  • „Der Grenzgang zwischen Jazz, Neuer Musik und Klassik, mit Elementen der Unterhaltungsmusik angereichert, kam noch besser zum Ausdruck bei einer Art Programm-Musik mit dem Titel "Sonnenaufgang". Dabei wurde ein Jazztrio dem Orchester gegenübergestellt. Diese beiden Partner symbolisierten bei ihrem Mit-, Nach- und Gegeneinander verschiedene Klangwelten. Und doch gelang es Stockhausen hier, die Gegenspieler miteinander zu verschmelzen. Am Ende: ein überraschender Effekt. Die Orchestermusiker verließen – immer noch spielend – die Bühne. Diese Einlage sollte wohl eine Art Reminiszenz an Haydns Abschiedssinfonie sein.

    Fugenartig gestaltete Passagen im nachbarocken Stil wiesen Stockhausen bei der gesamten Darbietung als profunden Kenner musikhistorischer Satz- und Kompositionstechniken aus. Ein Sonderlob gebührt dabei dem Bassisten Arild Andersen, der virtuos eigene Akzente setzte – ebenso wie Stockhausen selbst auf der Trompete mit kühnen Improvisationen in Blues-Rhythmen. “Reiner Henn, April 2008 ...mehr lesen...

Auf Facebook zeigen

von Markus Stockhausen
geschrieben in 2003

Auftragskomposition der Musikkollegium Winterthur. Üraufführung am 17. März, 2004 in Winterthur.


Solisten:
Markus Stockhausen, Trompete
Arild Andersen, Kontrabass
Patrice Héral, Perkussion
Dirigent, Jac van Steen
 
 

Impressum
[Login]